Archiv für Januar 2011

Schützt uns vor „Zigeuner”-Bildern!

Warum die Sinti und Roma keine „ZigeunerInnen“ sind.
Warum darf man eigentlich nicht mehr ,Zigeuner’ sagen?“ Wer heute noch die Frage stellt: macht deutlich, auch weiterhin „Zigeuner“ sagen zu wollen.

Die Antwort darauf könnte lauten: Der Name „Zigeuner“ ist erstens eine Fremdbezeichnung – „im Volk wurden sie Zigeuner genannt“, heißt es in mehreren Chroniken aus der Zeit ihrer Einwanderung. Zweitens wird er als Schimpfwort verwendet – in Lexika werden als „Synonyme“ unter anderem „Tagedieb“, „Gauner“ und „Drecksack“ genannt. Und drittens passt der Name auf die heute lebenden Angehörigen dieser deutschen Minderheit nicht. Denn diese sind keine „Fahrenden“, die „herumzigeunern“ und ein „freies“ oder gar „lustiges Zigeunerleben“ führen, sondern schon seit Jahrzehnten zu mehr als neunzig Prozent sesshaft undb schon deshalb keine „Zigeuner“.

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Ein Beitrag aus dem Hinterland Magazin Ausgabe 13 geschrieben von Wilhelm Solms

LITTLE ALIEN

09. Februar 2011: Der Flüchtlingrat Bremen zeigt im Cinema Ostertor um 19 Uhr eine Bremen Premiere

LITTLE ALIEN (Österreich, 2009, Dokumentarfilm, OmdU)

Sie sind Teenager, die allein und unter größter Gefahr aus den Krisenregionen der Welt nach Europa flüchten – in der Hoffnung auf eines: ein Leben zu haben. Hier angekommen kämpfen sie für ein normales Leben und gegen ein System, das von ihnen verlangt, ihre Jugend einer ungewissen Zukunft zu opfern.

Mehr zum Film: www.littlealien.at

Abschiebung um jeden Preis?

Hearing und Podiumsdiskussion mit Betroffenen, ExpertInnen, Rechtanwälten und Rechtanwältinnen sowie Bürgerschaftsabgeordneten.
Eine Veranstaltung vom Bündnis Bremer Flüchtlings- und antirassistischer Initiativen.

19. Januar, 20 Uhr Villa Ichon, Raum 2, Goetheplatz 4, 28203 Bremen

Weitere Termine:
http://www.fluechtlingsrat-bremen.de/termine

Zur Situation der Roma in Bremen

Ein Artikel von der Aktion 349 auf der Homepage von racaille verte zur Situation der Roma in Bremen.

Die Aktion 349 ist eine antirassistische Gruppe aus Bremen. Momentan beschäftigt sie sich vor allem mit den 349 Bremer Roma, die von einer Abschiebung bedroht sind. Daher auch der Name. Es wird versucht, per Öffentlichkeitsarbeit ein Bleiberecht für die Roma zu erstreiten sowie antiziganistische Hintergründe in dieser Gesellschaft zu erkennen und zu bekämpfen.

ALLE ROMA BLEIBEN HIER! – Über die Situation der Roma in Deutschland und dem Kosovo
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Kosovarin stirbt nach Abschiebung – Anwalt und Caritas kritisieren Behörden

Mayen/Bonn (epd). Einen Monat nach ihrer Abschiebung in das Kosovo ist
eine 47-Jahre alte kranke Roma an den Folgen einer Hirnblutung
gestorben. Jens Dieckmann, Bonner Anwalt der dreiköpfigen Familie,
erhebt jetzt wegen der überstürzten Abschiebung am 7. Dezember Vorwürfe
gegen die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und das Mainzer
Innenministerium. Es habe sich bei Frau Borka T. um eine besonders
schutzbedürftige Person gehandelt, sagte Dieckmann am Montag dem epd.
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