Archiv für März 2011

[TAZ]“Rassismus der Behörden“

Am bundesweiten Aktionstag demonstrieren Jugendliche für Flüchtlinge

taz: Herr Goebel, Sie nennen das Asylbewerberleistunsgesetz „institutionell rassistisch“. Weshalb?
Jan Goebel: Es ist keine oberflächliche Form des Rassismus wie im Standartbild: Nazis mit Glatze, sondern eine, die in Gesetzen und im Behördenhandeln gegen Asylbewerber liegt.

Wie muss man sich das konkret vorstellen ?
Vielen Flüchtlinge werden nicht als asylberechtigt anerkannt. Wenn Sie nicht abgeschoben werden können, müssen sie ein Leben ohne Rechte als „Geduldete“ führen. Es ist ihnen fast ausnahmslos verboten, Universitäten zu besuchen oder zu arbeiten. Außerdem bleiben sie kulturell ausgeschlossen und werden nur mit Sachleistungen wie Essensmarken versorgt. Diese Verhältnisse sind nicht akzeptabel.
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