Archiv für Mai 2011

Hier Geblieben Homepage!

Auf der Homepage findet ihr Informationen und aktuelles zur geplanten Abschiebung von Fitim M. aus Delmenhorst.

[…] Am 31. Mai 2011, soll der 28 Jahre alte Ashkali Fitim M. nach Serbien abgeschoben werden, wir – diverse Organisationen, Verbände und Einzelpersonen aus Delmenhorst, Bremen und der gesamten Region – möchten mit unserer Website und politischer Aktion gegen die Abschiebung protestieren, unsere Losung: Hiergeblieben! Die Abschiebung verhindern.

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Nächste Sammelabschiebung nach Belgrad, Serbien

Nächste Sammelabschiebung nach Belgrad, Serbien:
Di. 31.Mai 2011, Düsseldorfer Flughafen

Antirassistische Gruppen und Flüchtlingsorganisationen rufen zu lautstarken Protesten am Flughafen auf.

Die Flüchtlinge werden ab 8.00 Uhr neben der Feuerwache des Flughafens (zwischen Terminal und Tor 36) auf das Rollfeld gebracht. Wie bei den letzten Sammelabschiebungen werden auch diesmal wieder Medienvertreter und Aktivistinnen den Ablauf der Abschiebung vor Ort beobachten.
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Geplante Abschiebung am 31. Mai

Die Stadt Delmenhorst (Niedersachsen) plant am 31. Mai die Abschiebung eines 28jährigen Ashkali aus dem Kosovo nach Serbien. Fitim Mujaj, unverheiratet und kinderlos, lebt zusammen mit seinen 11 Geschwistern und Eltern seit 1993 in Delmenhorst nachdem sie 1992 aus Istok (Kosovo) geflohen sind. Seither lebt er mit Aufenthaltsbefugnis (!) und anschließend mit Fiktionsbescheinigung in Niedersachsen. Trotz des mehrjährigen Schulbesuches in Delmenhorst, trotz einer 50%igen Behinderung, die ihn in vielen Lebenslagen einschränkt, und seine komplette Familie in Deutschland lebt, ist ihm ein Aufenthalt verwehrt geblieben. Und das seit fast 20 Jahren. Im Gegenteil: Nun droht die Ausländerbehörde, ihn um 4 Uhr morgens abzuholen und nach Serbien abzuschieben. Diesen Akt begründet die Ausländerbehörde in Delmenhorst scheinbar damit, dass Fitim straffällig geworden ist. Wie fast immer eine sich selbst erfüllende Prophezeiung: Den Jugendlichen wird keine Chance gegeben, dass führt zu unglaublichen Frust und junge Menschen werden somit an den Rand der Gesellschaft gedrängt und sozial ausgegrenzt. Im Umkehrschluss hat die Ausländerbehörde wieder Beweise gesammelt, dass Menschen nicht „integriert“ sind. Jetzt soll Fitim in ein Land, in dem er als Ashakli ausgegrenzt, verfolgt und diskriminiert wird, wie unzählige Berichte von Menschenrechtsorganisationen belegen, abgeschoben werden. Ein Land, das willkürlich als seine Heimat bestimmt wird, weil er aufgrund des Drucks der Ausländerbehörde sich einen serbischen Pass hat ausstellen lassen müssen. Wie er, leben auch seine Eltern seit knapp 20 Jahren im Status der Aufenthaltsbefugnis bzw. mit Fiktionsbescheinigung. Ihre Asylanträge wurden abgelehnt, die gesellschaftliche Teilhabe wurde ihnen verwehrt und auch die Angst vor der Abschiebung, wurde ihnen nie genommen.

Nachdem der niedersächsische Innenminister Schünemann am 05. Mai schriftlich auf seine Autorität und Befugnisse per Erlass hingewiesen hat, Menschen z.B. aus dem Kosovo rechtmäßig abschieben zu lassen – und gerne auch in ihnen komplett unbekannte Länder wie Serbien – zeigt der aktuelle Fall aus Delmenhorst, dass die Städte und Landkreise folgsam sind. Abschiebungen ins Elend des Kosovo sind von der Landesregierung trotz vehementer Kritik zahlreicher Menschenrechtsorganisationen, Flüchtlingsinitiativen und lokaler Unterstützerinnen offensichtlich gewollt. Im Zweifel schickt man die Menschen halt irgendwo in die Nähe des eigentliche Zielortes, Hauptsache raus aus Deutschland! Die ihm vorgeworfene Willkür stellt Innenminister Schünemann, obwohl er mit dem aktuellen Schreiben eigentlich das Gegenteil vor hatte, ausdrücklich unter Beweis.

UNTERSTÜTZUNG FÜR FITIM:

KONTAKT: FLÜCHTLINGSRAT BREMEN
TEL: 0421-8007004
MAIL: info [ät]fluechtlingsrat-bremen.de

[WK] Filme zeichnen ein neues Bild der Roma

Ostertor. Zurück in den Kosovo? Das kann sich Elena Gashi nicht vorstellen. „Ich fühle mich wie ein ganz normales deutsches Mädchen“, sagt die 13-Jährige. Wie ihr geht es auch den anderen sechs Roma-Mädchen, die ihre Gefühle und Gedanken jetzt in Kurzfilmen festgehalten haben. Auf dem Balkan Cinema Filmfestival Bremen im Cinema Ostertor feierten die Filme jetzt Premiere.

Was die Mädchen im Kosovo erwarten würde – Ruinen, Armut, Diskriminierung – zeigte der Dokumentarfilm „Willkommen zuhause“ von Regisseurin Eliza Petkova (27). „Wir wollen neue und andere Bilder über Roma liefern“, erklärt Marc Millies, der das Festival für den Verein Terra Nostra koordiniert. „Dazu gehört auch, dass wir Jugendliche motivieren, eigene Bilder herzustellen.“ Eine Minute lang sind die Filme, die die Mädchen, die fast alle in der Hochhaussiedlung Grohner Düne in Vegesack wohnen, während eines Workshops des unicef-Projektes „OneMinutesJr“ gedreht haben. Zwei Medienpädagogen standen den Teenagern zur Seite. Alle Mädchen wurden entweder in Deutschland geboren oder kamen als Kleinkinder hierher.
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DEMO am 14.05.11 12:00

DEMONSTRATION AM 14.05.2011 um 12:00 UHR

TREFFPUNKT: LUDWIG-QUIDDE-STR. 12 (FLÜCHTLINGSUNTERKUNFT)

„GEGEN ISOLATION UND AUSGRENZUNG“ „GLEICHE RECHTE FÜR ALLE“


Flyer als PDF